santa-claus-mythos

Immer wieder hört man, er sei eine Erfindung von Coca-Cola. Aber ist das richtig? Nein.

Santa war ursprünglich ein Europäer und seine Tradition reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Niederländische Auswanderer brachten ihren Sinterklaas-Brauch seinerzeit mit nach New York. Erst im Laufe der Jahre wurde aus Sinterklaas der traditionelle amerikanische Santa Claus.

Weißer Bart mit vielen Gesichtern

Anfangs war man sich nicht einig über sein Aussehen: Mal war Santa Claus ein lustiger, rundlicher Elf, mal war er ein älterer, bärtiger Mann. Im Jahre 1809 schmückte ihn ein tiefer Hut mit breiter Krempe, eine viel zu große Kniebundhose und eine lange Pfeife. Inspiriert durch Washington Irvings Buch „A History of New York, by Diedrich Knickerbocker“. Ob sie nun Kobold oder Hut-Träger waren, alle Weihnachtsmänner hatten eines gemeinsam: Sie wollten an Weihnachten Gutes zu tun.

Aber was hat Coca-Cola mit der Geschichte zu tun?
Die „The Coca-Cola Company“ war inspiriert von den verschiedenen Weihnachtsfiguren. Und so verhalfen sie dem weihnachtlichen Botschafter zu seinem typischen Aussehen.

1920: Großer Auftritt in der Coca-Cola Werbung

1920 feierte Santa Claus seine Premiere in der Weihnachtswerbung von The Coca-Cola Company. Damals wirkte er noch wie ein streng aussehender Herr. Auch der nachfolgende Weihnachtsbotschafter aus dem Jahr 1930 schaffte den Durchbruch noch nicht. Der amerikanische Künstler Fred Mizen hatte den zweiten Weihnachtsmann kreiert.

Erst 1931 entstand die uns heute bekannte Figur des Coca-Cola Santa Claus. Der Cartoonist und Grafiker Haddon Sundblom verpasste dem Weihnachtmann einen freundlichen Gesichtsausdruck und den weißen Bart. Schließlich kleidete er ihn in den Coca-Cola Farben Rot und Weiß und schaffte es, Santa Claus symbolisch und gleichzeitig real aussehen zu lassen.

Wer war die Vorlage von Santa?

Als Sundblom dem Weihnachtsmann im Auftrag von Coca-Cola seine Optik verlieh, hatte er ein reales Modell: Lou Prentiss. Er war ein pensionierter Verkäufer von Coca-Cola und langjähriger Freund des Künstlers. Als Prentiss verstarb, nutzte Sundblom sein eigenes Spiegelbild als Vorlage. So entstand vermutlich in einem Motiv ein kleiner Fehler, der den damaligen Santa-Fans sofort auffiel: Santa trug seinen Gürtel verkehrt herum – spiegelverkehrt.

Santas Lieblingsfarbe: Rot

Rote Kleidung – so kennt man Santa Claus heute rund um die Welt. Doch das war nicht immer so. Häufiger tauchte Santa Claus in blauen, braunen oder goldenen Mänteln auf. Erst das Gedicht „A Visit From St. Nicholas“ von Clement Clark Moore aus dem Jahr 1822 inspirierte Haddon Sundblom. Es beschrieb einen fröhlichen, gutmütigen Mann – in einem roten Mantel. Dieses Gedicht diente Sundblom als Vorlage, wenn er an seinen Entwürfen arbeitete und prägte damit das heutige gängige Bild des Weihnachtsbotschafters.

USA: Santa rauscht durch den Kamin

The Coca-Cola Company schickt dieses Bild in Werbekampagnen rund um die Welt: Santa, der fröhlich, dick und mit Rauschebart in der Nacht zum 25. Dezember durch den Kamin ins Haus kommt, und die Geschenke bringt.

Hierzulande teilen sich Weihnachtsmann und Christkind ihre Aufgabe an Weihnachten. Während im Norden und Osten der Weihnachtsmann seine Arbeit erledigt, ist es im Süden überwiegend das Christkind, dass uns die Geschenke bringt. Sehnsüchtig erwartet werden beide – nicht nur von den Kleinen.

In diesem Sinne wünschen wir allen ein schönes Weihnachtsfest und geruhsame Feiertage.