Der erste Tag war sehr aufregend und spannend für mich. Somit stieg die Neugier, was der 2. Tag auf der SEO-Campixx zu bieten hatte.

Da der Veranstalter Spiele als auch Challenges am Vorabend anbot und einige daran teilnahmen, war es dementsprechend leer beim Frühstück ;). Nichtsdestotrotz haben es alle SEO-Campixx-Teilnehmer fit zu den ersten Vorträgen an diesem Sonntag geschafft.


Lasst die letzte Runde an SEO-Wissensaustausch beginnen!

Da wir in unserer Agentur u.a. Amazon-SEO betreiben, habe ich mir den Vortrag von Maik Benske über „Amazon Marken-Analyse & Produkt Optimierung“ ausgesucht. Maik zeigt uns seine Tipps und Vorgehensweise, um bestmöglich Produkte in Amazon zu ranken als auch verkaufen. Maik ging als erstes auf seine jeweiligen Schritte ein, wenn er Produkte in Amazon anlegt. Sein erster Schritt ist die Bestseller-Liste und die Konkurrenzliste aus dem entsprechenden Produktbereich anzuschauen. Um die Verkaufszahlen des Wettbewerbers herauszufinden verwendet er den ASINSPECTOR Pro. So bekommt man angezeigt, wie viele Produkte noch verfügbar sind. Dasselbe wiederholt er am nächsten Tag und sieht dann wie viel die Konkurrenz an einem Tag verkauft hat. Dann erklärte Maik, dass es beim Anlegen und Optimieren von Produkten auf Amazon im Grunde nur um zwei Faktoren geht: Performance und Relevanz!

Unter Performance versteht sich die Produktdarstellung und die Konditionen. Erfüllt ein Produkt folgende Faktoren, ist es gut aufgestellt:

  • Gute und viele Kundenrezensionen
  • Der Titel beinhaltet den Verwendungszweck
  • Es sind mehrere Bilder zum Produkt vorhanden
  • Es ist sofort lieferbar
  • Attribute wiederholen sich nicht
  • Ausführliche Produktbeschreibung

In dem 2. Faktor geht es um die Relevanz zum Suchbegriff des Kunden. Wie Maik hier so treffend sagt „kein Kauf ohne Relevanz“. Dabei spielen die Keywords eine essentielle Rolle. Sie müssen im Titel, in den Attributen, den Bulletpoints, den Merkmalen sowie den Schlüsselwörtern vorhanden sein. Dabei gilt in der Wichtigkeit für die Relevanz: Produktname > Attribute > Schlüsselwörter > Produktbeschreibung. Da der Produktname die höchste Wichtigkeit aufweist, muss hier das Focuskeyword enthalten sein. Nachdem Maik uns anschließend gezeigt hat wie man Step by Step Produkte anlegt, hat er uns abschließend noch Tipps verraten:

  • Man erhält bessere Keywords durch Zielgruppenbestimmung
  • Folgendes gilt es zu vermeiden: Füllwörter, Wiederholungen, Anführungs- und Leerzeichen sowie Überoptimierung
  • Bei Keywords reicht die Einzahl, da Amazon die Mehrzahl automatisch erkennt
  • Produktbeschreibung hat kein Effekt aufs Amazon-Ranking! Wenn sie jedoch WDFxIDF-optimiert ist, kann es ein gutes Listing für Google bedeuten
  • „Weitere Details“ immer vollständig ausfüllen

 

Ein Hauch von Farbe und Österreich erwartet uns im großen Saal

Nach diesem sehr aufschlussreichen Vortrag hat es mich in den großen Saal gezogen, da dort Christoph C. Cemper von Linkresearchtools einen Vortrag hielt. Schon von weitem erkannte man Christoph, da er sein berühmtes orangefarbenes Sakko trug. Sein Thema lautete „Links sind das A & O fürs Ranking, nutze Sie“. Christoph begann über die Wichtigkeit von alten Links zu sprechen. Er betonte, dass man alten Links pflegen sowie wiederherstellen muss da sie Potential besitzen. Generell ist es gut, wenn alle Links in regelmäßigen Abständen ge-audited werden. Auch die Disavow-Dateien muss man stets prüfen, da dort eventuell Links enthalten sind, die sich von einer Penalty erholt haben. Zudem empfiehlt Christoph die Redirects ab und an zu untersuchen. Er hat Redirects in einer Studie untersucht und festgestellt, dass diese Linkabstrafungen weitergeben. Des Weiteren hat er bemerkt, dass 302 und 307 Redirects nicht wirklich temporär und stabiler sind. In der gleichen Studie hat Christoph Canonicals analysiert und festgestellt, dass rel-canonicals die Eigenschaft besitzen Penalties weiterzugeben.

Anschließend ging er über und zeigte uns wie man mit seinen Tools „Link Juice Thief“ und „Link Juice Recovery“ Linkquellen findet. Zu guter Letzt beendete er seine Präsentation mit einigen Tipps:

  • Baue Links auf deine eigenen Links auf
  • Bewirb deine Links mit z.B. Facebook Ads
  • Nicht jedes SEO-Tool kennt jeden Link und ist vollständig
  • Die besten Links sind die, die die Konkurrenz nicht bekommt
 Seo Campixx Christoph C. Cemper beim Vortrag.
 Abbildung 1: Christoph Cemper von Linkresearchtools über „Links als Rankingfaktor“.

 

Zeit für gemeinsames Essen unter SEO-lingen

Nach einer kleinen Stärkung besucht ich den dritten Vortrag des SEO-Experten Justin Keirath. Er referierte über das Thema „10 Analysen mit Screaming Frog in 45 min“. Der Saal war sehr klein und nur für 20 SEO-Verrückte gedacht, platze jedoch vor Beginn der Raum aus allen Nähten. Er zeigte uns im Schnelldurchgang folgende Möglichkeiten wie man Screaming Frog noch einsetzen kann:

  1. Nicht getrackte URLs finden
  2. Spamlinkprüfung
  3. Publikationsfrequenz je Autor
  4. Prüfung Open Graph Meta Tags
  5. Linkauditing
  6. Identifikation von Seiten zur Snippetoptimierung
  7. Broken Linkbuilding
  8. JSON-LD Schema Einbindung
  9. Bulk Struktured Data Mark Up Check
  10. Bulk Google Pagespeed Check

Mein letzter ausgesuchter Vortrag an diesem Sonntag fand leider nicht statt. Was nicht weiter schlimm war da ich gehört hatte, dass Tobias Schwarz von Audisto immer ein Besuch wert ist. Der Titel seines Themas lautete „So leicht kann SEO sein – wenn Qualität messbar ist“. Tobias zeigte auf, dass es in den letzten Jahren immer wichtiger ist auf die Qualität der eigenen Seite zu achten. Insbesondere da die Suchmaschinen die Gewichtung verstärkt auf Qualität legen. Aufgrund dessen begann er zum Einstieg über die Qualität der Suchergebnisse zu sprechen. Er zeigte wie über Segmentierung der URL und der Layouts eine Seite einer anderen Seite Trust weitergegeben kann. Dann ging er über und zeigte uns wie man die Erfüllung vom Sucherintend messen kann. Dafür verwendet Tobias die Page Visability API in Java Script und Web Sockets. Somit ist erkennbar, ob/wie eine Seite sichtbar ist und welches Potential sie hat. Abschließend durften wir ihm noch Fragen zu diesem Thema stellen.

Dies war der letzte Vortrag für mich. Somit ließ ich, sowie einige andere, die SEO-Campixx mit einem Spaziergang am Müggelsee ausklingen. Anschließend machte ich mich wie alle anderen SEO-Lamminge auf den Heimweg. Bis zum nächsten Mal am Mügglesee auf der SEO-Campixx in Berlin!

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