Willkommen zu Teil 2 der Reihe: Optimaler Content. Im letzten Teil haben wir uns mit der Struktur von guten Content und der Generierung von positiven Nutzersignalen beschäftigt. In Teil 2 beschäftigen wir uns mit dem Thema Keyworddichte.

Optimaler SEO Content. wolter e-marketingHierzu eines Vorweg: Es gibt keine „ideale“ Keyworddichte oder „density“. Google ist zu „intelligent“, der Algorithmus zu komplex um pauschalisierte Aussagen zu treffen wie: „Die Keyworddichte sollte bei 2,37% liegen mit den Proofkeywords A, B und C“.

Ignorieren können Sie die Keyworddichte dennoch nicht, auch wenn die strikten Keyworddichten der letzten Jahre der Vergangenheit angehören, so sollten Sie dennoch auf eine sinnvolle Verwendung von Keywords achten. Das bedeutet: Kein Stuffing von Keywords.

Nehmen wir ein ganz konkretes Beispiel für diesen Beitrag: Sie sollen einen Artikel oder eine Landingpage zum Thema „Suchmaschinenoptimierung Stuttgart“ schreiben. Der erste Schritt besteht darin, das Haupt-Keyword festzulegen. Hier ist die erste Anlaufstelle der Keywordplaner von Google. Fragen, die an dieser Stelle zu beantworten sind:

  • Suchvolumen und Relevanz?
  • Singular oder Plural?
  • Welche Wortstellung?

Suchvolumen und Relevanz

Haben Sie Keywords mit geringem Suchvolumen (10-50 Suchanfragen im Monat), sollten Sie diese in einem größeren Beitrag verwenden anstatt eine eigene Landingpage dafür zu texten. Das gleiche gilt für sehr spezifische Longtail-Varianten von Keywords.

Sollte der Singular oder der Plural verwendet werden?

Nehmen Sie die Variante mit dem höherem Suchvolumen und schreiben Sie nicht den gleichen Text nochmal für die andere Variante.

Welche Wortstellung sollte genutzt werden?

Haben Sie beispielsweise die Wahl zwischen  „SEO Stuttgart“ und „Stuttgart SEO“ nehmen Sie die Variante mit dem höheren Suchvolumen und bauen Sie nicht noch eine Landingpage für das andere Keyword.

Betrachten wir diese 3 Punkte an unserem Beispiel und nutzen das Google AdWords Keywordplaner Tool. Eine erste Recherche ergibt dieses Bild:

keyworddichte seo-stuttgart-beispiel

Google AdWords Keywordplaner

 

Hier sehen wir auf den ersten Blick, dass die Keywords „suchmaschinenoptimierung“ und „seo agentur“ zwar das höchste Suchvolumen haben, aber auch sehr unspezifisch sind. „Seo Stuttgart“ hat ein höheres Suchvolumen als „Suchmaschinenoptimierung Stuttgart“, weshalb wir an dieser Stelle unser Hauptkeyword darauf festlegen.

Wenn man die Wortstellung umdreht erhält man für „stuttgart seo“ lediglich 10 Suchanfragen. Die Prüfung des Plurals entfällt an dieser Stelle, aber das Vorgehen ist dasselbe: Nehmen Sie das Keyword mit dem höheren Suchvolumen.

Nun haben wir hier einen Sonderfall: Es handelt sich hierbei um ein lokales Keyword. Ein kurzer Check mit dem Keywordplaner und der Zielregion Stuttgart ergibt folgendes Bild:

keyworddichte beispiel seo-beratung-stuttgart

Lokal ausgerichtete Suche

 

Hier bleibt auch weiterhin „Seo Stuttgart“ im Rennen. An dieser Stelle sollte noch die Keywordschwierigkeit geprüft werden, also wie viel Aufwand betrieben werden muss, um ein gutes Ranking mit dem ausgewählten Keyword zu erzielen.

 

Keyworddichte Keywordschwierigkeit 1

Keywordschwierigkeit

 

Wie viele Keywords sollten auf einer Seite verwendet werden?
Google ist nun intelligent genug um einer Seite mehr als nur ein Keywordranking zuzuweisen. Das bedeutet, Sie müssen nicht mehr 100 Landingpages für 100 Keywords bauen. Eine Seite kann für mehrere Suchbegriffe ranken. In unserem Beispiel verwenden wir als Hauptkeyword weiterhin „Seo Stuttgart“ und „Seo beratung stuttgart“ als Proofkeyword.

 

Proofkeywords und WDF*IDF Keyworddichte

Proofkeywords sind thematisch verwandte Keywords, die Google in einem Text zu einem bestimmten Thema „erwartet“. Grundlage für die meisten Proofkeywordanalysen bildet die WDF*IDF Analyse. Dabei werden die Top-rankenden Seiten zu einem Keyword untersucht und eine Schnittmenge an Proofkeywords gebildet. Wenn Sie sich in das Thema WDF*IDF intensiver einlesen möchten, dann finden Sie unter diesem Link weitere Informationen. Halten Sie sich aber nicht zu lange damit auf. Es gibt einige Tools zur Auswahl mit deren Hilfe man die richtigen Proofkeywords herausfinden kann. Hier die Ergebnisse aus dem WDF*IDF Segment von Onpage.org:

Keyworddichte wdf_idf_seo-stuttgart

WDF*IDF Analyse

 

Hier sehen Sie die wichtigsten Proofkeywords und deren Vorkommen auf den Top-rankenden Seiten für den Suchbegriff im Vergleich zum Vorkommen auf einer Vergleichs-Landingpage.

Vergleich Wortanzahl

Vergleich Wortanzahl

 

Welche Informationen lassen sich nun daraus ableiten? Sie sehen die Keywords, die Sie zusätzlich zu Ihrem Hauptkeyword ebenfalls verwenden sollten. Schreiben Sie Absätze zu den Themen Linkstruktur, Webdesign und AdWords. Dieser Vergleich kann uns auch einen Hinweis auf die ideale Textlänge geben. Hier bewegen sich die Top 3 rankenden Seiten im Bereich zwischen 800 und 1000 Wörtern.

Wichtig ist, dass Sie nicht blind den Empfehlungen des Tools folgen, sondern eine Proofkeywordanalyse als Grundlage für den thematischen Aufbau Ihres Artikels nehmen.

Keyworddichte in Überschrift und Meta-Angaben

Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass das Hauptkeyword in der H1 Überschrift und sofern sinnvoll auch in den Zwischenüberschriften vorkommt. Auch die Verwendung bei Bildern und in den Metaangaben hat einen positiven Einfluss auf das Ranking bzw. die Klickrate.

Fazit

Halten Sie sich nicht zu sehr mit der „optimalen“ Keyworddichte, der genauen Position und den Wortabständen der Proofkeywords auf. Gehen Sie nach dem Pareto-Prinzip vor: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Content um die richtigen Hauptkeywords herum geschrieben ist, positive Nutzersignale sendet und thematisch die relevanten Bereich abdeckt. Achten Sie darauf, dass das Keyword in der Hauptüberschrift und in den Zwischenüberschriften (falls sinnvoll) vorkommt und natürlich auch im Text zu finden ist. Ignorieren Sie die Keyworddichte. Hier gilt der gesunde Menschenverstand: In einem 500 Wörter Text das Keyword nur einmal zu verwenden macht genau so wenig Sinn wie es 50-mal zu benutzen. Als Faustregel gilt: Gut recherchierter und geschriebener Content hat in der Regel die richtigen Proofkeywords.

 

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