Wenn Zeit Geld wäre, würden Smartphone User beim mobilen Surfen täglich sicherlich einiges davon im Netz liegen lassen. Zahlreiche Analysen sowie eigene Erfahrungen bestätigen, dass sich das WWW mehr und mehr zu einem „World Wide Wait“ entwickelt.

Googles Vorhaben für schnelleres Surfen:

Mit Accelerated Mobile Pages (kurz AMP) werden Ladezeiten von Webseiten auf ein Minimum reduzieren. Durch eine Verschlankung der Codes werden selbst komplexe Webauftritte in Millisekunden geladen. Technisch gesehen bedeutet das für Webseitenbetreiber ihren Code drastisch zu minimieren, um an AMP teilzunehmen.

Google AMP

Die Seite wird dadurch kleiner und somit schneller aufrufbar. Renommierte Unternehmen wie die New York Times, Zeit Online, Buzzfeed, das soziale Netzwerk Twitter sowie die Blog-Plattform WordPress ziehen bereits mit. Probe-Ergebnisse sind mit dem Smartphone auf dieser Seite einzusehen. Anbei die fünf relevantesten technischen Abänderungen:

Die technischen Neuerungen:

  1. Prerendering von AMP-Artikeln Die von Google vorgeschlagenen AMP-Artikel der Suchergebnisse sind vorgeladen, bevor der Nutzer darauf klickt. Der Artikel kann somit binnen eines Wimpernschlages aufgerufen werden. Prerendering gilt allerdings nur für Inhalte „above the fold“ und nicht für Inhalte, welche die CPU stark beanspruchen.
  2. Vorabermittlung der Dateigröße und kein Re-Rendering Alle externen Ressourcen (Bilder, iFrames oder Ads) übermitteln ihre Größe vor dem Herunterladen an die AMP-Seite. Optimale Platzierungen der Inhalte vermeiden unnötige Wartezeiten und verringern somit die Gesamtladezeit. Außerdem wird nach dem Laden und Rendern kein Re-Rendering vorgenommen.
  3. AMP erlaubt asynchrone Scripte Wenngleich JavaScript es ermöglicht, eine Webseite individuell zu gestalten, kommt es zu langen Ladezeiten der Inhalte. Daher akzeptiert AMP lediglich asynchrones JavaScript, wo paralleles Laden von Inhalten möglich ist.
    Zusatzinfo: JavaScript Drittanbieter sind erlaubt. Um jedoch nicht die Ladezeit des gesamten Dokuments zu beeinflussen, gilt dies nur für iFrames.
  4. Nutzerrelevante Priorisierung Hier wird gespart wo es nur geht: AMP beschränkt sich beim Laden auf nutzerrelevante Ressourcen.
  5. Inline CSS AMP-Seiten führen CSS ausschließlich inline aus. Die Größe darf dabei 50 KB nicht überschreiten.

Die oben genannten Optimierungen sind für Google wichtiger als je zuvor. Mittlerweile nutzen in einigen Ländern mehr Menschen den Dienst auf ihrem Smartphone als auf ihrem Rechner. USA und Japan sind diesbezüglich die besten Beispiele: Laut Google liegt der Marktanteil hier bei mehr als 60 Prozent; Tendenz steigend.

Eine Einführung in Google AMP

Weitere Informationen zu Google AMP: https://www.ampproject.org/docs/get_started/about-amp.html

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