Google passt die Desktop-Suchergebnisse an die mobile Version an. Künftig erscheinen weltweit keine AdWords-Anzeigen in der rechten Leiste mehr. Ausnahme sind Google Shopping Ads. Gerade für kleinere Unternehmen bedeutet dies Konkurrenz mit den Großen der Branche. Der Kampf um Klicks und Conversions steigt und Konzerne müssen neue SEO-Strategien entwickeln.

Was verändert sich in AdWords?

Statt bisher drei Anzeigen über den organischen Suchergebnissen und einer flexiblen Anzahl von Anzeigen rechts daneben, werden wie auf Tablets und Smartphones bis zu vier Anzeigen über und bis zu drei unter der organischen Suche angezeigt. Damit passte Google seine Anzeigenausspielung am Desktop an die mobile Suche an.
google-adwords-anzeigen-topAbb. 1: Neue AdWords Auslieferung – Top Anzeigenpositionen

google-adwords-anzeigen-bottomAbb. 2: Neue AdWords Auslieferung – Anzeigenpositionen Seitenende

Auswirkung für Werbetreibende

Kleine Unternehmen müssen mehr Geld bezahlen oder Sichtbarkeit einbüßen. Die günstigen Anzeigen auf der rechten Seite verschwinden auf den unteren Plätzen am Ende der Suchergebnisseite oder sind nicht mehr zu sehen.

Aus AdWords Sicht wird es in Zukunft notwendig, die Klickentwicklung intensiv zu beobachten. Eventuell bedarf es einer Änderung der Kampagnenstrategie. Der Qualitätsfaktor wird eine größere Rolle spielen, und ist besonders jetzt beim steigenden Wettbewerb ausschlaggebend für einen vergleichsweise geringeren Klickpreis und eine gute Anzeigenposition.

Auswirkungen für SEO

Durch die veränderte Anzeigenfolge rücken die organischen Suchergebnisse automatisch weiter nach unten. Was zunächst tragisch klingt, können Unternehmen mit gezielten SEO- und Content-Maßnahmen entgegenwirken. Hier kommt die Verknüpfung von SEA / Google AdWords und SEO zum Tragen: Wichtige SEO Keywords, die nicht direkt im sichtbaren Bereich liegen, sollten als Keywords in AdWords eingebucht werden. 

Welche Herausforderungen sind zu erwarten?

Die rechte Anzeigenausspielung hat lange der Konkurrenz durch Knowledge Graph, Shopping Ads und Co. ausweichen müssen. Durch den Fokus von Google auf mobile Endgeräte durch die steigende Anzahl von mobilen Suchanfragen kommt diese Entwicklung nicht überraschend.

Die Auswirkungen für kleine Unternehmen und für die organischen Suchergebnisse können zum Teil belastend werden. Werbetreibende sind in Zukunft gezwungen SEA und SEO im direkten Zusammenhang zu sehen. Auch Online Shops, die bisher AdWords, aber noch kein Google Shopping machen, sollten genau überlegen, ob sie nicht doch PLAs schalten wollen.

Leave a Reply