20 SEO Irrtümer

SEO ist ständig im Wandel. Google bringt oft mehrere Updates pro Jahr und verändert damit unter anderem auch Rankingfaktoren. Aus dem Grund müssen SEOs immer up-to-date sein und sich fortlaufend informieren, testen und Strategien anpassen um relevant zu bleiben.

Oft entstehen dabei SEO Mythen, die nicht oder nur teilweise wahr sind und Ihrem Ranking schaden können. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen 5 SEO Mythen, die Sie in 2019 unbedingt vermeiden sollten.

Mythos #1: „Mehr Links sind besser als mehr Inhalte.“

Früher wurden so viele Links wie möglich in Webseiten eingebaut, ohne sich Gedanken über die die Domain-Authorität zu machen. Dadurch rankte die Webseite besser. Seit dem release des Google Updates mit dem Namen „Penguin 2.0“ im Mai 2013, änderte sich das. Die Qualität der Links steht vor der Quantität.

Oft stellen sich Websitebetreiber folgende Frage: „Soll ich in Linkbuilding oder in Content investieren?“ Klar ist, hochwertige Links erhöhen Ihre Webiste-Authorität. Wenn Sie jedoch ein begrenztes Budget haben, würde ich Ihnen raten sich auf die Erstellung von hochwertigem Content zu fokussieren.

Diverse Inhalte die Mehrwert bieten und sinvolle Links zu relevanten Seiten enthalten sind mehr Wert als Linkbuilding allein. Zudem kann guter Content für Inbound Marketing genutzt werden. Als informativer Blogpost, zur Leadgenerierung oder sogar als Guest Post und Content Piece für andere Webseiten. Damit bringt guter Content mit der Zeit bestenfalls auch weitere Links mit sich.

Mythos #2: „Meta descriptions haben großen Einfluss auf das Ranking.“

Meta descriptions sind HTML-Attribute die den Inhalt der Webseite kurz beschreiben. Im Jahr 2009 hat Google angekündigt, dass Meta descriptions und die enthaltenen Meta Keywords keinen Einfluss auf Rankings haben.

Obwohl Meta descriptions das Ranking nicht beeinflussen, sind sie wichtige Faktoren für eine gute Clickthrough Rate. Eine gute meta description hilft, sich von Wettbewerbern abzuheben und die Klickrate auf das eigene organische Ergebnis zu erhöhen. Bing und andere Suchmaschinen haben bestätigt, dass die Clickthrough Rate den Rankingalgorythmus direkt beeinflussen. Google hält sich bisher mit einer klaren Antwort zurück.

Mythos #3: „Keyword-Optimierung ist DER Schlüssel für gutes SEO.“

Wie auch in anderen SEO-Disziplinen waren die Regeln der Keyword-Optimierung früher anders als heute. Damals reichte es aus, Content auf exact matches des gewünschten Keywords zu optimieren um dafür zu ranken. Seitdem Google aber RankBrain, einen machine learning Algorythmus, nutzt, funktioniert das nicht mehr.

RankBrain nutzt künstliche Intelligenz und mathematische Muster die bei der Zuordnung von Suchanfragen helfen. Seit dem Hummingbrid Update im Jahr 2013 nutzt RankBrain auch verstärkt die semantische Suche um die immer länger und komplexer werdenden Suchanfragen besser zu verstehen.

Die traditionelle Sicht von Keywords verschwimmt immer mehr. Es reicht nun nicht mehr aus, sich auf 10-20 Hauptkeywords zu fokussieren um dafür zu ranken. Heutzutage müssen hunderte von Long-Tail-Variationen mit einbezogen werden. Auch hier gilt: Qualität vor Quantität.

Mythos #4: „Meine Webseite muss nicht unbedingt für mobile Geräte optimiert sein.“

Haben Sie schonmal vom „Mobilegeddon“ gehört?

Zitat von Wikipedia: „Mobilegeddon ist die am 21. April 2015 durch Google durchgeführte Aktualisierung des Algorithmus, mit dem mobil-freundliche Webseiten in den organischen Suchergebnissen bevorzugt und entsprechend höher eingestuft werden als andere. Der Begriff „Mobilegeddon“ ist ein Kofferwort aus „mobile“ und „Armageddon“, um die drastischen Auswirkungen zu verdeutlichen.“

Im Jahr 2017 überholte der Mobile website traffic erstmals in der Geschichte den Desktop traffic. Ab dem 1. Juli 2019 ist laut Google die Mobile first Indexierung standardmäßig für alle neuen Websites aktiviert. Der Googlebot crawlt in Zukunft Webseiten primär mit dem Smartphone-Agent.

All diese Entwicklungen zeigen, dass die Mobile-Optimierung von Webseiten wichtiger ist denn je. Außerdem kommuniziert Google ganz offen die Wichtigkeit des Themas.

Mythos #5: „Voice Search ist nichts als Zukunftsmusik.“

Voice search nur als Trend zu bezeichnen wäre mehr als fahrlässig. Google und Amazon haben im letzten Jahr entweder einen komplett neuen oder eine neue Version ihres smarten Sprachassistenten auf den Markt gebracht. Facebook arbeitet derweil am eigenen, smarten Facebook-Sprachassistenten.

Auch vor den smarten Versionen gab es mit Siri, Alexa, Cortana und Google Assistant schon Sprachassistenten die für uns Notizen schreiben, Kalendereinträge erstellen oder Websuchen starten konnten. Der Voice Search Readiness Report 2019 von uberall zeigt, dass ca. 10% der Befragten Voice Search täglich nutzen. Immerhin 11% nutzen Voice Search mindestens einmal pro Woche. Diese Zahlen dürften sich in den nächsten Jahren stark nach oben korrigieren.

Je früher Sie also starten für Voice Search zu optimieren, desto besser.